Prävention

Worum geht es bei dem Thema?

Fragezeichen

Uns ist es wichtig, Menschen in unserer Kirche – und damit auch in allen Einsatzstellen – zu schützen. Besonders sexualisierte Gewalt ist in der katholischen Kirche ein beachtenswertes Thema, aber auch ganz grundsätzlich ist es uns ein Anliegen, achtsam miteinander umzugehen. Damit es möglichst nicht zu Grenzverletzungen und Übergriffen kommt, beschäftigen wir uns auch in den Freiwilligendiensten mit dem Thema Prävention.

Was heißt das für die Freiwilligendienste?

Fernrohr

Alle Freiwilligen arbeiten in besonders sensiblen Bereichen, in denen es um das Wohl anderer Menschen geht und in denen ein angemessenes Verhältnis von Nähe und Distanz wichtig ist. Bei unserer Arbeit sind wir Menschen häufig sehr nah: Wir erfahren viel von ihren Emotionen und Hintergründen oder unterstützen sie bei körpernahen Tätigkeiten.

Verpflichtende Präventionsschulung

Alle Freiwilligen nehmen an einer Schulung zum Thema Prävention teil. In dieser Schulung geht es darum, wie du dich als Freiwillige_r mit uns zusammen kümmern kannst, dass es allen Menschen in deinem Umfeld gut geht: Grenzen von Menschen müssen gewahrt sein, Übergriffe dürfen nicht passieren und Belästigung ist ein absolutes Tabu.

Erweitertes Führungszeugnis

Mit deiner Freiwilligenvereinbarung verlangen wir die Einreichung eines erweiterten Führungszeugnisses. Das bekommst du kostenfrei beim für dich zuständigen Bürger_innenamt, wenn du das entsprechende Dokument von uns vorlegst. In so einem Führungszeugnis sind alle Straftaten aufgelistet, wegen derer du schon verurteilt wurdest. Wenn du bestimmte Straftaten begangen hast, kannst du bei uns keinen Freiwilligendienst leisten. Zu diesen Straftaten zählen: § 171, 174 bis 174c, 176 bis 180a, 181a, 182 bis 184g, 184i, 201a Absatz 3, den §§ 225, 232 bis 233a, 234, 235 oder 236 des Strafgesetzbuchs (StGB), also z.B. die Verbreitung pornographischer Schriften, sexueller Missbrauch oder Menschenhandel.

An wen kann ich mich wenden?

Sprechblasen

Wenn du dich akut betroffen fühlst, kannst du dich immer an unsere Ansprechpersonen wenden, die unabhängig vom Erzbistum Hamburg arbeiten. Du erreichst sie unter der Rufnummer 0162 326 04 62 oder per E-Mail an buero.ansprechpersonen@erzbistum-hamburg.de.

Manchmal ist man sich aber auch nicht ganz sicher und möchte Hilfe dabei, Dinge im Kopf zu sortieren oder einen Ratschlag. Dann kannst du dich gerne auch an uns wenden. Wir empfehlen außerdem besonders die Beratungsstelle NINA e. V., die du kostenfrei und anonym erreichen kannst, wenn dich etwas belastet: 0800 225 55 30.

Weitere Infos und Materialien

Im Erzbistum Hamburg ist das Referat Prävention und Intervention für diese Querschnittsthemen verantwortlich. Dort findest du auch Kontaktdaten, Materialien und weiterführende Informationen.